Kino immer anders

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Man kann sich zu Beginn auf keine Weise vorstellen, wie Nikita einst zur Heldin werden könnte. Zugedröhnt kauert sie unter einem Tisch, während ihre Junkie-Kollegen eine Apotheke ausrauben. Der Überfall misslingt und nach einem blutigen Schusswechsel erschiesst Nikita regungslos einen Polizisten aus nächster Nähe. Nikita wird zu lebenslanger Haft verurteilt.

Doch Nikita bekommt eine zweite Chance, die sie zur Symbolfigur der Actionheldinnen der 90er Jahre machen wird. Nachdem die Regierung Nikitas Selbstmord vortäuscht, wird sie in jahrelanger Gefangenschaft zur Auftragskillerin ausgebildet. Mit neuer Identität wird sie in die Freiheit entlassen, die jedoch nur von kurzer Dauer ist. Denn ihre Vergangenheit holt sie bald ein, als Nikita ihre ersten Mordaufträge erhält.

Nikita ist in der heutigen Fülle von 08/15-Actionhelden und schlechten Remakes auch zwanzig Jahre später ein einmaliges und erfrischendes Filmerlebnis. Unter den vielen von Luc Besson erschaffenen Heldinnen wurde Nikita zur Kultfigur, die gar den kultigen Profikiller Léon in den Schatten zu stellen vermag.

Marc Frei


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