Kino immer anders

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Bob Flanagan: Künstler, Schriftsteller, Musiker, Performancekünstler; und seit seiner Geburt an einer unheilbaren Lungenkrankheit leidend. Er hat einen aussergewöhnlichen Weg gefunden, um mit seinen täglichen Schmerzen fertig zu werden: Als leidenschaftlicher BDSM-Aktivist („Bondage & Discipline, Dominance & Submission, Sadism & Masochism“) fügt er sich noch mehr Schmerzen zu, um sein chronisches Leiden besser ertragen zu können. Seine Freundin und Domina Sheree begleitet ihn auf diesem Weg. Der Dokumentarfilm hält Flanagans letzte Jahre bis zu seinem Tod fest.

Sick: The Life and Death… ist ein intimes Porträt eines zunächst verstörend wirkenden Menschen, der sich bald als äusserst vielseitige und reflektierte Persönlichkeit entpuppt. Wir werden nicht nur Zeugen seiner schwer anzusehenden, doch nicht minder spannend wirkenden Praktiken, sondern gewinnen auch einen starken Eindruck seiner innigen Beziehung zu Sheree, die ihn buchstäblich bis zum letzten Atemzug begleitet. Ein Film, der unter die Haut geht, fasziniert und sich ins Gedächtnis einbrennt.

Kilian Lilienfeld


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