Temporär im Kino Riffraff


Voula und Alexander leben allein bei ihrer Mutter, doch beide wünschen sich nichts sehnlicher, als ihren Vater kennenzulernen. Dieser soll in Deutschland leben, weshalb sich das Geschwisterpaar auf eine lange Reise begibt. Dabei erleben sie schöne und schreckliche Dinge, und treffen auf verschiedensten Personen.
 
Was nach einem typischen Road-Movie klingt entpuppt sich zu einem genialen Meisterwerk. Zum einen ist es ein Gesellschaftsbild des zeitgenössischen Griechenlands, zum anderen ein Film über die Kindheit. Zwei unschuldige Kinder begeben sich auf diese Reise in eine Welt die mal brutal, mal gutmütig, mal hässlich, mal wunderschön ist. Die beiden Kinder treffen auf skurrile Charaktere, wie zum Beispiel eine Theatergruppe, welche immer mal wieder vorkommt. Mit ihrem kindlichen Blick auf alles, fällt es den beiden jedoch schwer, alle Ereignisse richtig einzuordnen. Die Hoffnung ihren Vater zu treffen treibt die beiden Geschwister jedoch immer weiter an. Der Film in vielen Szenen grausam, hat jedoch durchgehend etwas Schönes und auch Beflügelndes an sich. Angelopoulos erschuf hier eine faszinierende Welt, von der man während der ganzen Laufzeit gefesselt ist.

Jérôme Bewersdorff


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