Kino immer anders

CRASH_01_Internet

Der verheiratete Werbefilmer James gerät in einen Verkehrsunfall. Dabei lernt er Helen, die Lenkerin des anderen Unfallfahrzeugs, kennen und beginnt eine Affäre mit ihr. Als James zufällig an den Fotografen Vaughan gerät, führt er das Paar ein in einen illustren Kreis von Leuten, die eine ausgefallene, sexuelle Vorliebe verbindet…

Symphorophilie nennt sich die Neigung, bei der Menschen Unfälle oder Katastrophen als sexuell erregend empfinden. Mit Crash bringt uns der Regisseur David Cronenberg auf seine unvergleichliche Art dieses Phänomen künstlerisch näher. Wer seinen Stil kennt, kann sich vorstellen, was dieser kontroverse Streifen bereithält – wer nicht, dem sei empfohlen, sie mit Crash kennenzulernen.

1996 erschienen, löste Crash eine Welle der Entrüstung unter Kritikern und selbsterklärten Sittenwächtern aus, die bisweilen so weit ging, ein Verbot des Films zu fordern. Der Faszination des Films konnte und kann sich jedoch kaum einer entziehen, sie ist nach wie vor ungebrochen. Gegen die Hysterie der Kritiker und ihrem Versuch das Scheitern des Films herbeizuschreiben, sprechen sowohl der Publikums- als auch der immense Festivalerfolg. Und so herrschte in unserer Programmationsgruppe ebenfalls Einigkeit über die Qualität des Films, die jede Diskussion unnötig macht – Prädikat: abgefahren.

Volker Hartmann, Corinna Haag

 


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