Temporär im Kino Riffraff


Nach einer feuchtfröhlichen Hochzeitsfeier überfahren Fotograf Tun und seine Freundin Jane eine aus dem Nichts auftauchende junge Frau. Voller Panik drängt Tun seine Freundin zur Fahrerflucht, doch während sie von Schuldgefühlen geplagt wird, kehrt er problemlos in seinen Alltag zurück. Erst als auf seinen neuen Fotos eine merkwürdige Schattenfigur erscheint, beginnt er zu glauben, es könnte sich dabei um den rachsüchtigen Geist der Toten handeln – einem Geist, dem es bald nicht mehr reicht nur freundlich in die Kamera zu lächeln.

Ja – so manchem ist diese gruselig herumkriechende tote junge Frau mit den pechschwarzen Haaren im bleichen Gesicht bekannt. Aber nein – dieser Film zählt nicht einfach die für das J-Horror Genre typischen Elemente auf. Shutter erschafft durch eine fast schon klaustrophobische Kameraarbeit eine durchgehend unheimliche Atmosphäre, und immer wieder verweisen die Regisseure auf den eigentlichen Akt des genauen Hinsehens. Der in der Dunkelkammer sitzende Zuschauer schaut ihnen somit gespannt bei der Arbeit zu, bis auch das letzte Bild vollständig entwickelt ist.

Alicia Schümperli


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