Temporär im Kino Riffraff


Um seine Familie zu ernähren, raubt ein armer Vater während der Grossen Depression eine Bank aus. Kurz vor seiner Verhaftung vertraut er das Geld seinen beiden Kindern John und Pearl an. Doch zufällig wird auch der kaltblütige Frauenmörder Harry Powell auf die Beute aufmerksam. Als Prediger getarnt nähert er sich der ahnungslosen Familie, um das Versteck zu finden. Während die Mutter dem scheinbar gottesfürchtigen Mann schnell Vertrauen schenkt, durchschaut John dessen heuchlerischen Absichten und setzt sich zur Wehr. Eine gnadenlose Jagd beginnt.

Mit dieser unvergleichlichen Mischung aus Thriller, Expressionismus, Sozialdrama und gotischem Schauermärchen widersetzte sich der legendäre Schauspieler Charles Laughton in seiner einzigen Regiearbeit allen Konventionen des klassischen Hollywood-Kinos. Die beklemmenden Bilder und der Fokus auf die subjektive Sichtweise der Kinder verleihen dem Film eine surreale Atmosphäre, die teilweise mehr an einen Alptraum erinnert als an eine traditionelle Kriminalgeschichte. Dazu trägt auch das grandiose Schauspielensemble bei; allen voran Robert Mitchum, dessen Harry Powell zweifellos zu den furchteinflössendsten Schurken der Filmgeschichte zählt.

Mischa Haberthür


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