Kino einfach anders


Nach einem Unfall leidet Detektiv John «Scottie» Ferguson an Höhenangst und zieht sich aus seinem Beruf zurück. Er lässt sich von einem alten Bekannten dazu überreden, dessen Frau Madeleine zu beschatten und rettet ihr das Leben. Trotz ihres rätselhaften Verhaltens entwickelt sich bald eine Beziehung zwischen den beiden, bis Madeleine von einem Turm zu Tode stürzt. Durch seine Höhenangst gelähmt muss Scottie ihrem Tod machtlos zuschauen und fällt in eine tiefe Depression. Doch dann trifft er auf eine Frau die Madeleine stark ähnelt und er versucht, sie in «Madeleine» umzuformen …

Hitchcock versteht das Spiel mit den Erwartungen des Zuschauers wie kein zweiter, und in _Vertigo_ ist er am Höhepunkt seines Könnens. *Mit jeder unerwarteten Wendung erhöht sich die Spannung, und man fällt immer wieder darauf hinein – und immer tiefer.* Dazu kommt eine einfache doch subtile Filmsprache, die jede Ebene des Films durchdringt. So kreist der Film in seinen Kamerabewegungen, der Musik, und der Handlung um unstillbare Verlangen, um Protagonisten, die gleichzeitig einander und sich selbst betrügen und voneinander besessen sind.

Kein Wunder, dass dieser Film Generation auf Generation in seinem Bann zieht. Bis zur Besessenheit.

_Michael Schmutzer_


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