Temporär im Kino Riffraff


Der werdende Vater Filip entscheidet sich, eine 8mm-Filmkamera zu kaufen, um die Entwicklung seines Kindes festzuhalten. Was mit dieser einfachen Entscheidung anfängt, entwickelt sich bald zu einer Leidenschaft, die sein Leben grundlegend verändern wird. Zu Beginn setzt er noch seine Frau und sein neugeborenes Kind in den Fokus, bis sich seine visuelle Neugierde auf seine gesamte Lebenswelt ausbreitet. Dabei muss er sich im Spannungsfeld von Kunst und Familie bewegen und mit den Konsequenzen leben können. Als er immer weiter in die Filmwelt eintaucht, kommt er wiederholt in Konfikt mit den kommunistischen Autoritäten im Polen der 1970er Jahre und muss sich die Frage stellen, was es wert ist, die «Wahrheit» darzustellen.

 

Durch die Linse seiner Kamera beginnt Filip die Welt neu zu sehen. Sein neugieriger und naiver Blick hebt Bilder hervor, die zugleich alltäglich und eindrucksvoll sind. Seine Kamera folgt der Bewegung und versucht dadurch auch zu verstehen, um was es im Leben geht. Amator überzeugt mit einer minimalistischen Darstellungsweise und untersucht darüber hinaus, was das Medium Film bewirken kann.

Vanessa Loretan


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