Temporär im Kino Riffraff


Im Schatten ihres Vaters, der grosse Künstler Tetsuzo, erschafft O-Ei über Nacht das Bild eines Drachens – nachdem sie eines vor Abgabe zerstört hatte – wieder von neuem. Ohne ihre Arbeiten zu signieren entstehen so zahlreiche Kunstwerke ohne öffentliche Anerkennung. Die aktive Verschmelzung japanischer Mythologie mit der Wahrnehmung ihres Handwerks wird besonders erkennbar, nachdem O-Ei dazu beauftragt wird erotische Zeichnungen zu erschaffen. Für diesen Zweck beginnt sie damit das Rotlichtviertel Yoshiwara aufzusuchen …

 

Als Anime-Verflmung der Manga Reihe Sarusuberi führt Miss Hokusai durch die Einbettung dieser Kunst ins Gesellschaftsleben in die Malerszene des Edo-Zeitalters ein. Dabei werden O-Ei, sowie ihr Vater speziell durch die Sichtweise einer jungen Frau mit ungleicher Stellung porträtiert. Berühmte Werke des schon im Jahre 1814 bekannten Katsushika Hokusai werden sowohl in ihrer Schaffung gezeigt, als auch durch die Geschichte belebt. Wie wichtig Kunst für das psychische Wohlbefnden einzelner Menschen sein kann, zeigt sich im Aberglauben, Angst und Schutzgefühl der Figuren.

Faris Dizdarevic


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