Temporär im Kino Riffraff


Ca. 0 v. Chr. wurde in einem kleinen Stall in Bethlehem ein Junge geboren, dessen Worte und Taten die Welt für immer verändern sollten. Dies ist nicht seine Geschichte. Es ist die Geschichte des am gleichen Tag im Nachbarstall geborenen Brian.

Als junger Mann schlägt Brian sich im von Rom besetzten Judäa mehr schlecht als recht durchs Leben, bis er aufgrund einer Reihe von Schicksalsschlägen zuerst zum Widerstandskämpfer und anschliessend zum Messias wider Willen avanciert. Zum Glück versteht er es, stets auf die heitere Seite des Lebens zu schauen.

Die britische Blödel-Truppe Monty Python erwies sich bereits mit ihrer TV-Serie als Meister des skurrilen Humors, der Anspielungen auf obskure Philosophen ebenso sehr liegen wie die buchstäbliche Torte ins Gesicht. Kein Thema war den Komikern zu heilig und so verwundert es nicht, dass sie sich auch dem Heiligsten aller Themen annahmen. Die Veröffentlichung von Life of Brian löste weltweite Proteste und eine gewaltige Blasphemiedebatte aus. Dass die öffentliche Aufführung des Films am Karfreitag 2013 in Bochum einen jahrelangen Rechtsstreit nach sich zog, zeigt, wie sehr die Polit- und Religionssatire auch heute noch den Nerv der Zeit trifft.

Mischa Haberthür


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