Temporär im Kino Riffraff


Mitten im Nirgendwo von Texas geraten fünf Jugendliche einer Familie von Kannibalen in die Hände. Schon bald rennt Sally als Letzte um ihr Leben, gejagt von einem monströs maskierten Killer mit Kettensäge, und landet als Ehrengast beim Abendessen …

Mit dem ikonischen „Leatherface“ und einer blutverschmierten, schreienden Sally etablierte Tobe Hooper 1974 erstmals das Konzept von Monster und „Final Girl“ im Horrorkino. Bald darauf galt sein Regiedebüt trotz längerem Aufführverbot und Zensur als eines der Pionierwerke des (Backwood-)Horrorgenres. Dabei setzte Hooper nicht auf expliziten Gore, sondern lieber auf die richtige Atmosphäre: Eine spürbar beklemmende Tonspur sowie eine verstörende Schnitt- und Kameraarbeit. Der Zuschauer wird fast unter der texanischen Hitze erdrückt, während die Säge unaufhörlich weiter dröhnt. Auch heute noch prasselt das Unbehagen auf alle Sinne ein, während der Wahnsinn der Figuren von der Leinwand direkt unter die Haut des Zuschauers eindringt.

„I can’t imagine why anyone would want to make a movie like this“, wunderte sich damals Filmkritiker Roger Ebert. Angeblich befand sich Hooper gerade in einem überfüllten Baumarkt, als sein Blick zufällig auf eine Kettensäge fiel …

Alicia Schümperli


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