Temporär im Kino Riffraff


Charlie arbeitet in einer Fabrik am Fliessband, wobei er wegen den monotonen Aufgaben und den unmenschlichen Arbeitsbedingungen zunehmend die Nerven verliert und schliesslich in die Nervenheilanstalt eingeliefert wird. Nach seiner Entlassung landet er durch ein Missverständnis prompt im Gefängnis. Auch aus dieser Situation kommt der liebenswürdige Tollpatsch durch mehr Glück als Verstand heraus. Anschliessend lernt er ein auf der Strasse lebendes Waisenmädchen kennen und fortan machen sie sich zusammen auf die Suche nach Arbeit, der nächsten Mahlzeit und einem Zuhause.

 

Das Multitalent mit dem Stock und der Melone spielt in Modern Times zum letzen Mal seine ikonische Rolle des «Tramp» wie immer mit seinem bestechenden Charme und innovativen Witzen. In der wohl berühmtesten Szene gerät er in ein riesiges Zahnrad und steht somit sinnbildlich für die menschliche Hilflosigkeit im Kampf mit der modernen Arbeitswelt. Trotz der beissenden Gesellschaftskritik bleibt der Film jedoch, wie auch Charlie selbst, herzerwärmend und humorvoll.

 

Sophie Stirnemann


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