Temporär im Kino Riffraff


Barbarella – Astronavigatrice, Wonder Woman und Superagentin – wird vom Präsidenten der Erde beauftragt, den verrückten Wissenschaftler Durand Durand zu finden und davon abzuhalten, eine Super-Laser-Waffe einzusetzen, die den Frieden in der Galaxie gefährdet. Mit ihrer „Superkraft“ – selbstauflösende Kleider und eine schier unendliche sexuelle Energie – kommt sie dem Bösewicht schliesslich auf die Spur …

Surreale Welten, absurde Dialoge, chuckyeske Mörderpuppen, vermutlich die ersten bösartigen Zwillinge der Filmgeschichte, Killer-Wellensittiche und Rochen, die Schlitten durch Schneelandschaften ziehen. Pleasure-Pillen und Maschinen, die ihre Opfer mit exzessiver Lust zu Tode foltern. Über allem eine dicke Schicht Puderzucker und Buttercreme in Form von Pop- Art-Kostümen und einem Set-Design von Modeschöpfer Paco Rabanne, der mit seinem Stil ständig auf einem dünnen Balken von Over-The-Top-Kunst zu balancieren scheint. Frauenrechtsaktivistin Jane Fonda distanzierte sich früh von dem Machwerk ihres damaligen Mannes Roger Vadim: zu wenig feministisch und zu sexuell aufgeladen. Dennoch bedeutete diese eher ironisch gemeinte Comicverfilmung ihren internationalen Durchbruch.

Alexander Streb


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